Badezimmer seniorentauglich

Badezimmer seniorentauglich renovieren

Über 95% der älteren Generation möchte gerne in ihren eigenen vier Wänden und in gewohnter Umgebung älter werden. Doch dieser Wunsch birgt einige Probleme in sich. Denn in der Regel ist es so, dass Wohnungen und Häuser nicht immer seniorengerecht gebaut und ausgestattet wurden. Dies betrifft vor allen Dingen die Badezimmer. Um hier genügend Freiraum und Selbständigkeit auch im Alter behalten zu können, bedarf dies einigen Anpassungen bezüglich der Ausstattung und Sicherheit.

Perfekt für Senioren: Eine ebenerdige Dusche mit ausklappbarer Sitzbank.

Perfekt für Senioren: Eine ebenerdige Dusche mit ausklappbarer Sitzbank. Fotoquelle: Virginia State Parks, USA.

Schritt 1: Rutschfester Boden

So müssen die dort verwendeten Bodenfliesen oder der Belag unbedingt rutschhemmend sein. Ein feuchter Fußboden, der schnell nach dem Duschen oder Baden entstehen kann, ist Unfallquelle Nummer eins in jedem Bad. Man rutscht aus, findet keinen Halt und fällt hin. Einfache Knochenbrüche sind hierbei das angenehmere Übel. Gefährlich wird es bei Kopfverletzungen oder komplizierten Brüchen, die besonders ältere Menschen schnell an das Bett fesseln können. Zudem sollte man bei einer altersgerechten Sanierung des Bades darauf achten, dass die dort eventuell verwendeten Fließen nicht scharfkantig ausgefräst sind. auch hier droht eine ungeahnte Verletzungsgefahr.

Schritt 2: Türen in Rollstuhlbreite

Weiter geht es mit den Türen. So sollte deren Breite nicht unter 90 cm liegen, damit man diese auch mit einem Rollstuhl problemlos passieren kann. Ebenso muss die Türschwelle entfernt werden, um einen ebenerdigen Eintritt zu schaffen. Die Türgriffe sollten in einer Höhe von 85 cm angebracht werden. Auch ihn gebeugter Haltung oder vom Rollstuhl aus sind diese dann gut zu erreichen.

Schritt 3: Badewanne

Die Badewanne sollte wenn möglich von drei Seiten begehbar sein. Ist sie tiefer gelegt und von ausreichender Größe, kann sie auch im Alter sehr gut benutzt werden. Wer nicht mehr so gelenkig ist, sollte an einen Badewannenlift denken. Dieser hilft beim Ein- und Aussteigen aus der Wanne und bietet zudem einen hohen Komfort, der die Pflege deutlich vereinfacht. Hinzu kommen Haltegriffe, die an der Wanne, dem Waschbecken und der Toilette unbedingt angebracht werden sollten. Sie helfen beim Aufstehen, Hinsetzen und längeren Stehen.

Schritt 4: Dusche & WC

Ist eine Dusche vorhanden, so sollte diese ebenerdig sein, damit die Dusche auch mit einem Rollstuhl befahren werden kann. Ein Sitz hilft zudem, wenn man nicht mehr lange genug auf den eigenen Beinen stehen kann. Das WC sollte mindestens 50 cm höher angebracht werden. Ist dies nicht möglich, hilft auch eine Sitzerhöhung, die es in jedem Sanitätshaus gibt. Die Badeschränke sollten ebenfalls im Sitzen erreichbar sein. Zahnbürste, Seife und ein Lappen muss immer griffbereit sein. Der Waschtisch muss so montiert sein, dass man sich daran auch einmal aufstützen kann. Wenn möglich, sollte zudem der Spiegel über dem Waschtisch tiefer angebracht werden, sodass man sich auch im Sitzen sehen kann.

Bereits diese kleinen Veränderungen reichen aus, um ein Badezimmer altersgerecht zu sanieren.