Trockenbau

Trockenbau mit Gipskarton

Trockenbau mit Gipskarton

Seit 1910 werden für den schnellen Trockenbau industriell gefertigte Gipskartonplatten verbaut, die hierzulande auch alsRigipsplatten bekannt sind. Durch ihr geringes Gewicht und die einfachen Verarbeitungsmöglichkeiten wurden Gipskartonplatten schnell für die Errichtung vor allem von Innenwänden sehr beliebt. Abgehängte Decken und Dachschrägen werden heutzutage hauptsächlich mit den leichten günstigen Gipskartonplatten beplankt. Die Platten können jedoch auch als Trockenputz direkt auf eine Rohwand aufgeklebt werden. Dies erspart die langen Trocknungszeiten eines herkömmlichen Zementputzes und bringt kaum zusätzliche Feuchtigkeit in den Rohbau ein.

Meist werden die Gipskartonplatten aber auf eine Unterkonstruktion mit speziellen Gipskartonschraubengeschraubt. Die Unterkonstruktion kann aus einer Lattenkonstruktion aus Holz oder aus Blechprofilen errichtet werden. Nicht nur um eine Wärmedämmung zu erzielen, sondern vor allem auch als Schallschutz sollte zwischen die beiden Wandseiten aus Gipskartonplatten eine gute Dämmung eingebracht werden. Um Sanitärinstallationen und Ähnliches zu verstecken, werden mit den leichten Gipskartonplatten Verkofferungen in vielen Formen möglich. Sinnvoll ist hier der Einbau einer Wartungs- oder Revisionsöffnung, um im Notfall an die Leitungen gelangen zu können. Vor dem Verfliesen von Gipskartonwänden müssen diese mit einer speziellen Grundierung gestrichen werden. Außerdem ist in Nassräumen auf die Verwendung von den meist grünen Feuchtraumgipskartonplatten zu achten und das ist dringend zu beachten um nicht später die Mauer entfeuchten lassen zu müssen.

Nachteile sind die geringe Festigkeit und die Anfälligkeit gegen Nässe. Wer später viele schwere Bilder an der Wand aufhängen möchte, sollte bereits beim Bau in die Unterkonstruktion zusätzliche Querlatten einbringen und notieren, in welcher Höhe sich diese befinden.